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Gefäß

Jahr
2024
Medium
Aquarylic und Mischtechnik auf aufgespannter Leinwand
Maße
100 × 70 cm
Tiefe
1,7 cm
Status
Verfügbar
Preis
1,500.00€
Kategorie
Gemälde
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Ein Gefäß ist eine begrenzte Form, die einen Innenraum erzeugt. Es kann etwas aufnehmen, bewahren, verändern und wieder freigeben. Das Gemälde überträgt dieses Prinzip auf Wahrnehmung und Bewusstsein: Der Bildraum erscheint als ein inneres System, in dem unterschiedliche Reize zusammentreffen, miteinander verbunden und fortwährend neu geordnet werden.

Auf einem tiefblauen und grünlichen Grund steigt von links eine helle, türkisfarbene Form in das Bild. Sie wirkt zugleich körperlich und durchlässig. Im Zentrum verdichten sich rote und dunkle Farbfelder, während gelbe Raster, Gerüste und leiterartige Linien mehrere Bildzonen miteinander verbinden. Weiße Windungen ziehen sich durch den oberen Bereich; sternförmige gelbe Setzungen markieren einzelne Punkte innerhalb dieses Gefüges. Die Komposition erinnert dadurch weniger an ein statisches Behältnis als an ein aktives Netzwerk.

Diese Struktur lässt sich mit Vorgängen der menschlichen Wahrnehmung verbinden. Das Gehirn übernimmt Eindrücke nicht unverändert, sondern wählt aus, gewichtet und verknüpft sie mit bereits vorhandenen Erfahrungen und Erinnerungen. Aufmerksamkeit hebt einzelne Signale hervor, während andere zurücktreten. Durch neuronale Plastizität verändern wiederholte Erfahrungen zugleich die Strukturen, durch die spätere Wahrnehmungen verarbeitet werden. Wahrnehmen bedeutet deshalb nicht nur Aufnehmen, sondern immer auch Ordnen und Umformen.

Im Gemälde bleiben diese Prozesse sichtbar offen. Die gelben Raster bieten eine vorläufige Ordnung, werden jedoch von Farbfeldern, Linien und Schleifen durchbrochen. Einzelne Elemente treten deutlich hervor, andere verschwinden in Überlagerungen. Keine Struktur schließt den Bildraum vollständig ab; alles bleibt miteinander in Beziehung und kann seine Bedeutung durch eine neue Verbindung verändern.

Die Leinwand ist dabei der materielle Träger von Pigment, Linie und Geste. Zum Gefäß wird der Bildraum erst durch das Verhältnis von Grenze und Innenleben. Gefäß beschreibt somit keinen Gegenstand, sondern ein dynamisches Modell: einen begrenzten Raum, der durch das, was er aufnimmt und verarbeitet, selbst verändert wird.

Erworben direkt vom Atelier. Jedes Werk wird mit einem signierten Echtheitszertifikat übergeben und im Atelierarchiv verzeichnet.

Werke werden, sofern nicht anders angegeben, ungerahmt versandt — verpackt und weltweit vollversichert. Rahmung kann auf Anfrage arrangiert werden. Die Versandkosten werden im Kaufprozess berechnet.

Die Zahlung erfolgt über einen verschlüsselten Checkout. Für Ratenzahlung, institutionelle Rechnungsstellung oder eine persönliche Besichtigung vor dem Erwerb kontaktieren Sie bitte das Atelier.

Gefäß

Hinweise für Sammler

Dieses Werk wird mit einem signierten Echtheitszertifikat des Atelier Marlon Nikolai übergeben.

Ein Zustandsbericht und weitere Angaben zum Erwerb sind auf Anfrage erhältlich.