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Über den Künstler

Marlon
Nikolai

Bildender Künstler zwischen großformatiger Malerei, Skulptur, Material und Raum.

Marlon Nikolai innerhalb einer projizierten großformatigen Arbeit im Atelier.

Biografische Notiz

Zwischen Disziplin und Entdeckung.

Marlon Nikolai wurde 1998 in Wuppertal geboren. Malerei wurde früh zu einer Möglichkeit, über Bild, Atmosphäre, Oberfläche und Material zu denken. Die frühe malerische Prägung durch den Wuppertaler Künstler Leif Skoglöf Der schwedischstämmige, seit Jahrzehnten in Wuppertal etablierte Künstler Leif Skoglöf wurde an der Kunstakademie Stockholm ausgebildet und erhielt ein Yale-Stipendium. Seine internationale Ausstellungspraxis reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Website ↗ legte eine starke handwerkliche und bildnerische Grundlage. Darauf aufbauend entwickelte Marlon Nikolai über Jahre eine eigenständige künstlerische Position – zunehmend autodidaktisch, experimentell und medienübergreifend.

Fachabitur Gestaltung, ein Stipendienaufenthalt an der École européenne supérieure de l’image in Poitiers und der B.A. Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg wurden Stationen dieser Entwicklung, ohne sie zu definieren. Lernen ist weniger Voraussetzung des Handelns als etwas, das in direkter Erfahrung entsteht. Seit 2022 arbeitet Marlon Nikolai in einer ehemaligen Tennishalle in Remscheid. Die Halle wurde zum Verstärker einer ohnehin groß gedachten Praxis und setzte einen neuen Maßstab für außergewöhnlich großformatiges, körperliches und räumliches Arbeiten.

„Wenn ich Kunst schaffe, komme ich in einen Zustand, in dem Gedanke, Gefühl, Körper und Material zusammenfinden. Dort entstehen Erkenntnisse und Formen, die ich vorher nicht vollständig hätte planen können.“ — Marlon Nikolai

Ausgewählte Stationen

Praxis in Bewegung.

2022

Stipendienaufenthalt, ÉESI Poitiers

Der internationale Kunsthochschulkontext erweitert die Praxis über ihre bisherigen Arbeitsumgebungen hinaus.

2022

EMIK Postwerk, Berlin

Live Painting in Zusammenarbeit mit Roman Nagel.

2023

Unknown Fractures, Spreehalle Berlin

Gruppenausstellung in Berlin.

2025

MIND MOVES MATTER, Pina Bausch Zentrum

Solo-Präsentation im Rahmen der WU-TAL Session in Wuppertal.

2025

B.A. Kommunikationsdesign, HAW Hamburg

Im Abschlussprojekt verdichten sich künstlerische Praxis, visuelle Kommunikation und Forschung zu einem gemeinsamen Feld.

2025–2026

Erfahrung des Verborgenen

Kontinuierliche Forschung und Kunstschaffen verdichten die fortlaufende Untersuchung von Wahrnehmung, Materialität und dem Verborgenen.

Alle Ausstellungen & Projekte ansehen → CV & Dokumente →
Marlon Nikolai in direkter körperlicher Beziehung zu einer monumentalen Malerei.

Maßstab & Körperlichkeit

Größer als der eigene Körper!

Große Formate machen die Arbeit körperlich und immersiv. Sie stellen die Frage, wie weit sich Bild, Geste und der eigene Körper treiben lassen. Tragen, Steigen, Schleifen, Bauen und wiederholte Bewegung werden Teil des Prozesses. Gleichzeitig reizt das Gegenteil ebenso – Details, klein genug, um sich darin zu verlieren. Größe und Konzentration bleiben in Spannung.

Bewegungsporträt von Marlon Nikolai, teilweise in rotem Licht aufgelöst.
„Vergänglichkeit ist manchmal wie eine kalte Dusche der Erkenntnis. Sie macht Zeit plötzlich spürbar – und Präsenz umso wertvoller.“ — Marlon Nikolai

Künstlerische Haltung

Präsenz verändert, was sichtbar wird.

Die Praxis richtet sich auf das, was sichtbar wird, wenn Wahrnehmung Zeit bekommt. Ein gemalter Himmel kann Temperatur tragen; eine spiegelnde Oberfläche kann räumliche Tiefe verschieben; eine kleine materielle Veränderung kann die emotionale Stimmung einer ganzen Arbeit verändern. Die Arbeiten laden dazu ein, nicht nur zu schauen, sondern lange genug zu bleiben, damit sich diese Unterschiede öffnen.

Hier beginnt die Forschung zum Verborgenen: nicht mit dem Versprechen einer abschließenden Erklärung, sondern mit dem Versuch, bildnerische, materielle und räumliche Bedingungen zu schaffen, in denen etwas zuvor Implizites zur Erfahrung werden kann.

Vollständige künstlerische Position lesen → Wissenschaftliche Public Edition ↗
Industriearchitektur und transluzentes Licht der ehemaligen Tennishalle.

Das Atelier

Abenteuer und Geborgenheit. Freiheit und Ordnung.

Die ehemalige Tennishalle in Remscheid ist Inspiration und Herausforderung zugleich. Ihre Dimension setzte einen neuen physischen Maßstab für außergewöhnlich großes Arbeiten und ermöglicht räumliche, langfristige Prozesse. Großes Denken ist nicht an Quadratmeter gebunden; der Raum gibt ihm lediglich mehr Möglichkeit, körperlich zu werden. Gleichzeitig fordert die Halle Ordnung, Erhalt und Ausdauer. Für Marlon Nikolai liegt das Atelier deshalb zwischen Abenteuer und Geborgenheit, Freiheit und Verantwortung.

Atelierbesuche ausschließlich nach vorheriger Vereinbarung oder Einladung.

Das Atelier entdecken →